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Bentley

Sunday, March 13th, 2011

Die Automarke Bentley ist sicher eine der elitärsten der britischen Insel. Das 1919 von Walter Owen Bentley gegründete Unternehmen ist der offizielle Hoflieferant des britischen Königshauses. Er selbst war leidenschaftlicher Rennfahrer und gewann auch einige Rennen mit seinen selbstverbesserten Autos. Der erste eigene Wagen war der bis 1929 gebaute Bentley 3 Litre. Ihm folgen eine 6,5 Litre und eine 4,5 Litre-Version. Der Bentley 8-Litre aus dem Jahre 1931 war das zu seiner Zeit größte Chassis aus britischen Händen und in seiner Leistung unerreicht. Zahlreiche Umstände, darunter die vielen Modellwechsel und der Wall-Street-Crash, führten 1931 zum Bankrott von Bentley Motors Ltd. und zu einem Verkauf des Unternehmens an den Konkurrenten Rolls-Royce. Die Ära Bentley war so nach 5 Modellen und ungefähr 3030 gefertigten Fahrzeugen beendet. Rolls-Royce zahlte für die Übernahme den Preis von 125.175 Englischen Pfund. Die Umbenennung des Unternehmens in Bentley Motors 1931 Ltd. erfolgte unmittelbar nach der Übernahme. Rolls-Royce machte sich allerdings den guten Namen von Bentley zu Nutze und verkaufte all seine sportlichen Modelle als Bentley, während die großen Limousinen unter dem Namen Rolls-Royce verkauft wurden. Bis zum Jahre 2002 wurden im Werk in Crewe die Rolls-Royce und Bentleys hergestellt. Diese Produktionshallen werden heute noch für die Produktion der Bentleys verwendet. Allerdings nicht mehr unter der Federführung von Rolls-Royce, sondern unter der Herrschaft des VW-Konzerns. Im Rahmen eines Bieterwettkampfes zwischen BMW und Volkswagen wurde Rolls-Royce von der Muttergesellschaft, dem Vickers-Konzern, für stolze 1,44 Milliarden DM an VW verkauft. BMW konnte sich aber dank der guten Beziehungen zum Flugzeugtriebwerkhersteller Rolls-Royce plc., der nicht zum Verkaufspaket gehörte, die Namensrechte an Rolls-Royce sichern. VW hatte sich durch den Kauf lediglich die Namensrechte an Bentley und das Werk in Crewe sichern können. Die Vorstandsetagen trafen ein Gentlemans Agreement und VW durfte bis 2002 weiter Rolls-Royce-Modelle unter der Lizenz und mit den Motoren von BMW bauen, während BMW in Goodwood eine neue Fertigung mit dem Markennamen aufbaute. Nach über 70 Jahren Rennabstinenz nahm man 2001 mit dem Bentley EXP Speed 8 am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teil. Nachdem man auf das technische Know-how von Audi zurückgriff, gewann der EXP Speed 8 im Jahre 2003 dieses Prestigeträchtige Rennen. Die aktuelle Limousine Arnage wird in drei Varianten angeboten, während die Modelle Continental Flying Spur, Arzue II, sowie das Cabriolet GTC alle auf Basis des Bentley Continental GT aufgebaut wurden. Das Coupé Brooklands verfügt über 537 PS und liegt damit noch über dem stärksten Bentley Arnage.