Auf der Wunschliste beim Motorrad-Kauf steht ein Name ganz oben: Harley Davidson!
Harley Davidson ist eine wahre Ikone der Motorradlandschaft. Das Unternehmen wurde dabei bereits 1903 gegründet und expandierte von da an, abgesehen von einer Krise, konstant. Heute zeichnet sich das Unternehmen Harley Davidson, unter der Leitung von Keith E. Wandell, durch einen Jahresumsatz von circa 5,6 Milliarden US $ und eine Mitarbeiterschaft von nahezu 10.000 aus. Den früheren Grundprinzipien ist das Unternehmen trotz dieser Expansion treu geblieben. So wird sich auch heutzutage produktionstechnisch ausschließlich auf Motorräder und Motorradzubehör spezialisiert. Jedoch nimmt in den letzten Jahren auch das Angebot seitens Finanzdienstleistungen durch Harley Davidson zu, weshalb neben der Produktion auch Dienstleistungen eine wichtig werdende Stütze dieses Unternehmens sind. Doch wie verliefen überhaupt die Anfangsjahre und welche Bauarten machten die Harley Davidson Reihe zu der Legende, die sie heute ist?
Angefangen hat das Ganze in einer kleinen Halle in Milwaukee, in welcher die drei Harley Brüder Anfang des 20.Jahrhunderts an den ersten eigenen Motorrädern bastelten. In den Folgejahren beschlossen die Brüder daraufhin, ein eigenes Unternehmen zu gründen, das als die fünfälteste Motorradmarke der Welt in die Geschichte eingehen sollte. Bereits während der Gründungsjahre setzte Harley Davidson Prinzipien, welchen das Unternehmen bis heute treu geblieben ist. So sollten vor allem einfache und robuste Motorräder gebaut werden, die eine hohe Alltagstauglichkeit aufweisen. Bei den ersten Maschinen handelte es sich um Einzylinder, die das Hinterrad direkt über einen Riemen antrieben. Dieses System wurde im Laufe der Jahrzehnte natürlich überarbeitet. So kam im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts der erste V2 Motor zum Einsatz und der sogenannte Knucklehead Motor in den 1930ern. Auch in den Folgejahrzehnten blieb die Harley Davidson die Definition eines starken und zuverlässigen Motorrads. Jedoch sollte es in den 70ern zu einer Krise kommen, die als das sogenannte AMF Debakel in die Geschichte eingehen sollte. Während dieser Zeit weitete sich die Konkurrenz auf dem europäischen und asiatischen Markt aus. Des Weiteren wich die Unternehmensleitung ein Stück weit von klassischen Modellen ab und probierte sich in anderen Motorradvarianten, welche weder eine positive Resonanz erzeugten noch in das Bild der Marke passten. Aber auch der Gang an die Börse, der zunächst gewinnversprechend war, erwies sich als ein riskantes Unternehmen, bei welchem der Familie Davidson nur knapp die Sicherung der Aktienmehrheit gelang. All diese Konfliktfelder konnten erst in den 80er Jahren bekämpft werden. So kam es beispielsweise zu neuen Marketingstrategien, einer Rückbesinnung der Produktpalette auf alte Werte und der Modernisierung der Produktionsstätten und Vertriebswege. So gelang Harley Davidson wieder ein sicherer Stand in der Motorradlandschaft, wobei heutzutage auf die fünf Baureihen Sportster, Dyna, Softail, VRSC und Touring gesetzt wird.