Piaggio

Piaggio, ein Hersteller von zwei- bis vierrädrigen Gefährten mit Unternehmenssitz in Pontedera in Italien, ist vor allem bekannt geworden durch die Vespa. Aber auch das Rollermobil, Ape, und der kleine Transporter, Porter, stammen aus dem von Rinaldo Piaggio im Jahr 1884 gegründeten Unternehmen, das heute einen Jahresumsatz von über 1,5 Milliarden Euro hat und sein Zugpferd, die Vespa, nun neuerdings auch in China beliebt machen will. Aprilia, Laverda, Derbi, Moto Guzzi und Gilera gehören ebenfalls seit einiger Zeit zum Konzern. Und das Tochterunternehmen, Piaggio Aero Industries, hat sich seit dem ersten Weltkrieg bereits auf den Bau von Flugzeugen spezialisiert.

Weil das Familienunternehmen sich erst dem Schiff- und dann dem Eisenbahnwagenbau gewidmet hatte sowie später auch eben der Luftfahrt, konnte Piaggio vor allem während des Ersten Weltkrieges viel Geld machen. Während des Zweiten Weltkrieges und nachdem Enrice Piaggio das Unternehmen seines Vaters übernommen hatte, spezialisierte der sich aber auf den Bau von Transportmitteln für die Straße; und zwar kleine Transportmittel für Jedermann. Und daraus entstand am Ende die Idee für die Vespa, die 1946 vorgestellt wurde. Dieser kleine Motorroller stand für Mobilität, Innovation und Design aufgrund der selbsttragenden Karosserie. Die Vespa wurde schnell zum beliebten Fahrzeug in Italien. Und noch heute ist der Roller ein begehrtes Kultobjekt. Aber nicht nur die Vespa, denn nur zwei Jahre später folgte die Ape, ein dreirädriger Kleintransporter, der ebenfalls bereits Kultstatus besitzt unter den Liebhabern. Außerdem folgten 1957 die Vespa 400; ein Kleinwagen, dessen Produktion aber schon 1961 wieder eingestellt wurde, und der Porter in verschiedenen Bauformen, den Piaggio seit 2002 unter eigenem Namen baut, von 1992 bis 2002 aber unter dem Namen Hijet für Daihatsu gebaut wurde.

Noch immer ist Piaggio Marktführer in Europa auf dem Gebiet des Rollerbaus. Und obwohl die Vespa zwischenzeitlich zu wünschen übrig ließ, was Umweltverträglichkeit und auch das Design anging, ist der Roller nach Modernisierungen noch immer unangefochten die Nummer Eins, wenn es um Beliebtheit und Fahrspaß geht. Fahrspaß und vor allem auch Sicherheit garantiert Piaggio seit 2006 auch mit dem sogenannten MP3; einem dreirädrigem Roller mit einem Rad hinten und zwei Rädern vorne. Wieder waren die Idee und das Design von Piaggio also revolutionär, wie einst bei der Vespa, die auch heute noch gebaut wird und immer wieder mit neuen Modellen besticht. Und auch die Ape punktet mit dem neuen Designkonzept von 2008 wieder vermehrt bei den Fahr- und Transportfreunden.

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