Archive for the ‘Automarken’ Category
Toyota
Tuesday, August 17th, 2010Toyota ist der größte Automobilhersteller der Welt und hat seinen Sitz in der gleichnamigen japanischen Stadt. Wer in den vergangenen Jahren in die Auto-Ratgeber schaute, sah Toyota meist ganz vorne in Punkto Qualität und Kundenzufriendenheit.
Die Anfänge des Weltunternehmens, das mittlerweile über 522 Tochterunternehmen verfügt, reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück: Kiichirō Toyoda, Sohn eines armen Zimmermanns aus der Region um Nagoya (Japan), hatte gemeinsam mit seinem Vater Sakichi Toyoda 1924 eine automatisierte Webmaschine konstruiert. Im Rahmen der Entwicklung der Toyoda Automatic Loom wurde mit Jidōka erstmals ein Prinzip des späteren Toyota-Produktionssystems genutzt: Effizienz.
Als in den 20er Jahren die Bedeutung der Automobile stetit anstieg, reiste Kiichirō Toyoda nach Großbritannien, um die Rechte an den Webmaschinen an die Firma Platt Brothers zu verkaufen und mit dem Erlös eine Produktionsstätte für Automobile aufzubauen. Wenig später, 1935 liefen schließlich das erste Kfz-Modell Toyota A1 sowie der GG Truck vom Band, 1936 folgte das Automodell AA. Im Folgejahr, 1937, wurde die Automobilabteilung zu dem eigenständigen Unternehmen Toyota Motor Corporation.
Nachdem Toyota während des Pazifikkrieges ausschließlich Lastwagen für das japanische Militär produziert hatte, begann die mit dem SA 1947 wieder die kommerzielle Produktion. Es folgten weitere Kleinst- und Kleinwagen, Autos der Kompakt-, Mittel- und Oberen Mittelklasse sowie Coupés, Sportwagen, Geländewagen, Vans und Nutzfahrzeuge.
In den 60er Jahren begann der Automobilkonzern, dessen Logo drei miteinander verbundene Ellipsen zieren, auch außerhalb Japans zu produzieren: Ab 1967 in der Schweiz und drei Jahre später in Deutschland, wo sich mittlerweile die Toyota Deutschland GmbH in Köln-Marsdorf befindet. Heute unterhält das Unternehmen Toyota neben seinem Stammwerk in der japanischen Stadt Toyota (Aichi) elf weitere Werke im Heimatland sowie 51 in 26 Ländern der Welt, darunter neben Deutschland und der Schweiz Frankreich, China, Großbritannien, Russland, Südafrika und die USA.
Neueste in Europa erhältliche Modelle aus dem Hause Toyota sind bei den Kleinstwagen der Toyota iQ, in der Kompaktklasse der Auris und bei den Pickups der Urban Cruiser. Der Kleinwagen Etios, welcher für den indischen Markt konstruiert wurde, soll Ende 2010 vorgestellt werden.
Neben der Entwicklung und Produktion eigener Fahrzeuge unter dem Namen Toyota fungiert das Unternehmen auch als Mutterkonzern für die Fahrzeugproduzenten Lexus, Daihatsu und Scion sowie den Lastkraftwagen-und Bushersteller Hino Motors.
Doch nicht nur Kraftfahrzeughersteller sind Teil der Toyota-Gruppe. Mit der Aichi Steel Corporation gehören dem Weltkonzern auch ein Stahlerzeuger und mit der KDDI Ltd. ein Telekommunikationsanbieter an. Das sind nur zwei Beispiele aus der schier unendlichen Palette der Toyota-Tochterunternehmen.
Sportaffinität zeigt Toyota bei der Produktion und dem Tuning von Fahrzeugen für Motorsport und als Sponsor für den Weltfußballverband FIFA.
Subaru
Tuesday, August 17th, 2010Subaru ist eine japanische Automarke des Unternehmens Fuji Heavy Industries. Das Unternehmen wurde im Jahre 1953 gegründet. 1954 kam bereits der erste Subaru auf den Markt. Der Name Subaru ist an den offenen Sternhaufen, der in unserer Gegend Plejaden heißt, angelehnt. Das ist auch der Grund dafür, dass sich im Firmenlogo mehrere Sterne befinden.
Im Vergleich zu anderen Automobilherstellern ist Subaru sehr klein. Trotzdem ist das Unternehmen sehr erfolgreich. Das liegt zum größten Teil daran, dass Subaru schon relativ früh, genauer gesagt im Jahre 1972, das erste Serienfahrzeug mit einem zuschaltbaren Allradantrieb angeboten hat. Die Modellbezeichnung lautete „Subaru Leone 4WD Station Wagon.“ Wer einen Subaru hatte und später sein Auto verkaufen wollte, fand daher immer einen Abnehmer. Die Entwicklung der Allradfahrzeuge von Subaru ist darauf zurückzuführen, dass ein japanisches Versorgungsunternehmen eine Ausschreibung für einen kompakten Wagen mit Allradantrieb gemacht hat. Das Versorgungsunternehmen benötigte derartige Fahrzeuge, um Versorgungsleitungen abseits befestigter Straßen zu kontrollieren. Da haben die Strategen von Subaru gleich eine Marktlücke entdeckt und sich an die Entwicklung eines Allradfahrzeuges gemacht. Der Erfolg, den Subaru damit erzielt hat, hält bis heute an. Mittlerweile ist Subaru der größte Hersteller von Fahrzeugen mit Allradantrieb. Ein weiteres typisches Merkmal der Fahrzeuge von Subaru ist der Boxermotor. Er sorgt nicht nur für einen ruhigen Lauf, sondern durch ihn verlagert sich der Schwerpunkt der Fahrzeuge, was zu einer verbesserten Straßenlage beiträgt. Die meisten Modelle von Subaru werden auch mit einer sogenannten Berganfahrhilfe ausgestattet. Diese ermöglicht das Anfahren an einer Steigung, ohne dass das Auto zurückrollt.
Subaru erzielte auch schon beachtliche Erfolge im Motorsport. Besonders erfolgreich war Subaru in der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Es gab zu Beginn der neunziger Jahre auch mal einen Versuch, in der Formel 1 Fuß zu fassen. Das gelang allerdings nicht besonders gut, sodass es nur ein kurzes Gastspiel war. Erst im Jahre 2008 hat Subaru sich, wie einige andere Hersteller auch, aus der Rallye-Weltmeisterschaft zurückgezogen. Der Grund dafür war aber nicht der mangelnde Erfolg, sondern die globale Finanzkrise.
Seit ein paar Jahren bestehen zwischen Subaru und einigen anderen Automobilherstellern einige Kooperationen. Zu den Kooperationspartnern gehören Toyota und Daihatsu. Über den ehemaligen Kooperationspartner GM besteht auch eine Zusammenarbeit mit Suzuki. Das ist auch der Grund, weshalb sich einige Fahrzeugmodelle der oben genannten Hersteller mitunter sehr ähneln, oder sogar völlig identisch sind. Bei uns in Deutschland sind besonders die Modelle Justy, Legacy, Impreza und der Geländewagen Forester bekannt.
Ferrari
Tuesday, August 17th, 2010Ferrari ist eine italienische Automarke, die zum Fiat Konzern gehört. 1947 gründete der ehemalige Rennfahrer Enzo Ferrari das Werk in Maranello. Ferrari baute ausschließlich Renn- und Sportwagen. Das erste Modell war der 125 C. Dieser Wagen war nur für den Einsatz im Motorsport konzipiert. Er besaß einen 12-Zylinder Motor, was für die damalige Zeit schon eine kleine Sensation war. Erst später wurden dann die reinrassigen Rennwagen modifiziert, damit sie auch auf öffentlichen Straßen zugelassen werden konnten. Das extrem sportliche Design der Ferraris ist im Hause Pininfarina entwickelt worden. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Stylistisch gab es im Laufe der Jahre zwar immer wieder leichte Modifikationen, aber das Grunddesign ist stets dasselbe geblieben. Ein Ferrari ist immer sofort zu erkennen.
Ferrari musste natürlich auch hin und wieder große Krisen meistern. Der Absatz in den USA brach in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgrund drastischer Bestimmungen zu den Abgas- und Verbrauchsvorschriften dramatisch ein. Im Rennsport, insbesondere in der Formel 1, gab es auch immer wieder Misserfolge. Die große Wende trat erst im Jahre 1988 nach dem Tod von Enzo Ferrari ein. Besonders in den neunziger Jahren stieg die Nachfrage an Ferraris sehr stark an. Parallel dazu erzielte das Ferrari Formel 1 Team auch wieder beachtliche Erfolge. Ferrari konnte aber auch in anderen Motorsportklassen Erfolge verbuchen.
Die Modellbezeichnungen richteten sich in der Vergangenheit immer nach dem Hubraum eines Zylinders. So bedeutete beispielsweise Ferrari 275, dass es sich um ein Fahrzeug mit 275 ccm pro Zylinder hatte. Im Laufe der Zeit hat man diese Bezeichnungen abgeändert, sodass man anhand der Modellbezeichnung sowohl die Anzahl der Zylinder als auch den Hubraum des Motors ablesen konnte. Die Bezeichnung Ferrari 348 bedeutet, dass es sich um ein Fahrzeug mit einem 8-Zylinder Motor mit 3,4 Liter Hubraum handelt. Erst im Laufe der achtziger Jahre bekamen die Modelle eigene Namen wie Berlinetta, California, Maranello, Scaglietti, usw.
Sämtliche Ferrari Modelle sind mit V8, V10 oder mit einem V12 Motor ausgestattet. Die Motoren sind allesamt sehr hochgezüchtet und liefern dadurch sehr hohe Leistungen. Auch auf einen sonoren Klang wird bei der Entwicklung der Motoren großen Wert gelegt.
Besonders in der letzten Zeit sind die Fahrzeuge von Ferrari aufgrund des hohen Kraftstoffverbrauchs von vielen Umweltverbänden kritisiert worden. Ferrari entwickelt aber auch in dieser Richtung weiter und bemüht sich leistungsstarke Motoren mit einem moderaten Kraftstoffverbrauch zu produzieren.
Audi
Tuesday, August 17th, 2010Audi ist ein deutscher Automobilhersteller. Die Geschichte des Unternehmens reicht zurück bis ins Jahr 1909. Damals gründete August Horch in Zusammenarbeit mit mehreren Unternehmern in Zwickau die „August Horch Automobilwerke Zwickau“. Aufgrund juristischer Auseinandersetzungen wurde es dem Firmengründer verboten, das Werk nach seinem Namen zu benennen. Ein Gymnasiast aus Zwickau machte August Horch dann den Vorschlag, einfach die lateinische Version des Wortes Horch Audi zu verwenden. Dieser Vorschlag wurde von Horch aufgenommen und er benannte kurzerhand seine Autofabrik in „Audi Automobilwerke GmbH Zwickau“ um. Im Jahre 1915 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft, der „Audiwerke AG Zwickau“ umgewandelt. Zunächst erzielte das Unternehmen gute Gewinne. Im Laufe der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts kam es aufgrund der Weltwirtschaftskrise aber zu großen finanziellen Schwierigkeiten. Daraus resultierte letztendlich die Übernahme der Aktienmehrheit durch DKW. Im Jahre 1932 kam es dann zu einer Vereinigung von Audi, DKW, Horch und Wanderer. Aus diesen vier Unternehmen entstand die „Auto Union“. Das Firmenlogo waren die vier ineinandergreifenden Ringe, die heute immer noch das Markenzeichen von Audi darstellen. 1936 wurde der Firmensitz nach Chemnitz verlegt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Auto Union von der damaligen sowjetischen Besatzungsmacht aufgelöst. Die ehemalige Audi Fabrik wurde in das „VEB Automobilwerk Zwickau“ umgewandelt. Dort wurde von 1958 bis ins Jahr 1991 der Trabant hergestellt.
In Westdeutschland musste die Auto Union völlig neu gegründet werden. Zunächst beschränkte man sich darauf, die DKW-Modelle mit Ersatzteilen zu versorgen. Neuwagen wurden in der Zeit noch nicht produziert. Im Jahre 1959 wurde die Auto Union von der Daimler Benz AG zu 100 % übernommen. 1964 Wurde das gesamte Werk dann an die Volkswagen AG verkauft. Seit der Zeit ist Audi im Besitz von Volkswagen. Im Jahre 1965 wurde dann das erste Fahrzeug unter dem Namen Audi verkauft. Dieses Modell hatte keine besondere Bezeichnung. Die Bezeichnungen kamen erst später, nachdem mehrere Audi-Modelle auf den Markt kamen. Die Bezeichnungen richteten sich damals nach der Leistung der Fahrzeuge. Es gab den Audi 50, Audi 80 und schließlich den Audi 100. In den siebziger Jahren führte Audi die erste Benzineinspritzung ein. Mitte der achtziger Jahre kam der Audi 100 mit einer vollverzinkten Karosserie auf den Markt. In den neunziger Jahren gab es neue Modellbezeichnungen. Es gab den A4, A6 und den A8. Etwas später kamen dann noch der A1, A2 und der A3 hinzu. Da Audi auch sehr große Erfolge im Motorsport verbuchte, wurde im Jahre 2008 der R8, ein Sportwagen mit Mittelmotor, in Serie gefertigt. Die Modellpalette wurde schließlich mit den SUVs Q5 und Q7 erweitert. 2011 soll dann der Audi Q3 kommen, der in Spanien von Seat gebaut wird.