Toyota ist der größte Automobilhersteller der Welt und hat seinen Sitz in der gleichnamigen japanischen Stadt. Wer in den vergangenen Jahren in die Auto-Ratgeber schaute, sah Toyota meist ganz vorne in Punkto Qualität und Kundenzufriendenheit.
Die Anfänge des Weltunternehmens, das mittlerweile über 522 Tochterunternehmen verfügt, reichen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück: Kiichirō Toyoda, Sohn eines armen Zimmermanns aus der Region um Nagoya (Japan), hatte gemeinsam mit seinem Vater Sakichi Toyoda 1924 eine automatisierte Webmaschine konstruiert. Im Rahmen der Entwicklung der Toyoda Automatic Loom wurde mit Jidōka erstmals ein Prinzip des späteren Toyota-Produktionssystems genutzt: Effizienz.
Als in den 20er Jahren die Bedeutung der Automobile stetit anstieg, reiste Kiichirō Toyoda nach Großbritannien, um die Rechte an den Webmaschinen an die Firma Platt Brothers zu verkaufen und mit dem Erlös eine Produktionsstätte für Automobile aufzubauen. Wenig später, 1935 liefen schließlich das erste Kfz-Modell Toyota A1 sowie der GG Truck vom Band, 1936 folgte das Automodell AA. Im Folgejahr, 1937, wurde die Automobilabteilung zu dem eigenständigen Unternehmen Toyota Motor Corporation.
Nachdem Toyota während des Pazifikkrieges ausschließlich Lastwagen für das japanische Militär produziert hatte, begann die mit dem SA 1947 wieder die kommerzielle Produktion. Es folgten weitere Kleinst- und Kleinwagen, Autos der Kompakt-, Mittel- und Oberen Mittelklasse sowie Coupés, Sportwagen, Geländewagen, Vans und Nutzfahrzeuge.
In den 60er Jahren begann der Automobilkonzern, dessen Logo drei miteinander verbundene Ellipsen zieren, auch außerhalb Japans zu produzieren: Ab 1967 in der Schweiz und drei Jahre später in Deutschland, wo sich mittlerweile die Toyota Deutschland GmbH in Köln-Marsdorf befindet. Heute unterhält das Unternehmen Toyota neben seinem Stammwerk in der japanischen Stadt Toyota (Aichi) elf weitere Werke im Heimatland sowie 51 in 26 Ländern der Welt, darunter neben Deutschland und der Schweiz Frankreich, China, Großbritannien, Russland, Südafrika und die USA.
Neueste in Europa erhältliche Modelle aus dem Hause Toyota sind bei den Kleinstwagen der Toyota iQ, in der Kompaktklasse der Auris und bei den Pickups der Urban Cruiser. Der Kleinwagen Etios, welcher für den indischen Markt konstruiert wurde, soll Ende 2010 vorgestellt werden.
Neben der Entwicklung und Produktion eigener Fahrzeuge unter dem Namen Toyota fungiert das Unternehmen auch als Mutterkonzern für die Fahrzeugproduzenten Lexus, Daihatsu und Scion sowie den Lastkraftwagen-und Bushersteller Hino Motors.
Doch nicht nur Kraftfahrzeughersteller sind Teil der Toyota-Gruppe. Mit der Aichi Steel Corporation gehören dem Weltkonzern auch ein Stahlerzeuger und mit der KDDI Ltd. ein Telekommunikationsanbieter an. Das sind nur zwei Beispiele aus der schier unendlichen Palette der Toyota-Tochterunternehmen.
Sportaffinität zeigt Toyota bei der Produktion und dem Tuning von Fahrzeugen für Motorsport und als Sponsor für den Weltfußballverband FIFA.
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