Die Bayrische Motorenwerke AG (BMW) ist ein deutscher Automobil- und Motorenhersteller mit Hauptsitz in München.
Die Geschichte des großen Automobilkonzerns begann vor nunmehr fast einem Jahrhundert mit der Gründung der Rapp Motorenwerke GmbH durch Karl Rapp im Jahre 1913. Vier Jahre später, im Jahre 1917, wurde das Unternehmen in BMW GmbH und ein weiteres Jahr später schließlich in BMW AG umbenannt. Eine besonders berühmte Person aus der Anfangszeit von BMW war der Ingenieur Max Friz, der einen Flugzeugmotor mit Überverdichtung entwickelte und dem Unternehmen einen großen Auftrag von der Preußischen Heeresverwaltung einhandelte. Im Jahre 1928 übernahm BMW den Hersteller des Kleinwagens Dixi, die Fahrzeugfabrik Eisenach A.G., und widmete sich fortan der Herstellung von Automobilen. Nachdem BMW während des Zweiten Weltkrieges einen Aufschwung zu verzeichnen hatte, ging es nach Beendigung des Krieges zunächst bergab: Das Stammwerk war völlig zerbombt und das Automobilwerk Eisenach von der Sowjetunion eingenommmen. Nach einer Zeit, in der sich der heutige Großkonzern nur mühsam mit der Fabrikation von Motorrädern, Töpfen und Bremsen über Wasser halten konnte, kam mit der Entwicklung von Klein- und Oberklassewagen langsam wieder der Aufschwung. Der neue BMW 1500 erweiterte das Sortiment um einen Mittelklassewagen, welcher reissenden Absatz fand. Zu weiteren Erfolgen verhalfen die Modelle “Null-Zwei” (1966) und E2 (ab 1968), die fortan ständig weiterentwickelt wurden.
Unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Eberhard von Kuenheim (1970 bis 1993) erhöhte sich der Umsatz des Unternehmens um das 18-fache auf rund 28 Milliarden D-Mark. Infolge der Expansion entstanden neue Produktionsstätten in den deutschen Städten Regensburg und Spandau sowie in Österreich, Südafrika und den USA. Das Weltunternehmen wird von einem architektonischen Meisterwerk, dem “Vierzylinder” in München, aus verwaltet. Im nahegelegenen “Forschungs- und Innovationszentrum” setzen rund 6.000 Mitarbeiter neue Ideen um, wo Ratschläge für Autofahrer einen besonderen Stellenwert haben.
Mittlerweile, seit dem Jahr 2003, verfügt BMW auch über Markenrechte für Rolls-Royce-Automobile und erweiterte die Produktpalette von verschiedenen Auto- und Motorradmodellen um die Luxus-Limousine.
Neuestes Produkt ist der BMW Gran Coupé, der im April 2010 vorgestellt wurde.
Doch nicht nur durch schicke mit dem schwarzen Ring um die weiß-blauen Rauten, dem Firmenlogo, verzierte Fahrzeuge zeichnet sich BMW aus – auch Umweltfreundlichkeit wird in dem internationalen Großkonzern groß geschrieben. So war das Unternehmen Entwickler und erster Hersteller alltagstauglicher Wasserstoff-Fahrzeuge. Die ersten Exemplare wurden während der EXPO 2000 in Hannover vorgestellt.
Wer mehr über das Weltunternehmen BMW und seine Firmen- und Produkthistorie erfahren will, wird im BMW Museum in der Nähe des Münchner Olympiaparks fündig. Ausgestellt sind dort Motoren und Turbinen sowie Flugzeuge, Motorräder und Autos, die im Laufe der Jahre herstellt und stetig weiterentwickelt wurden. Ergänzt wurde das Museum durch den Bau von BMW Welt, wo Platz für verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen ist.
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