Alfa Romeo

Alfa Romeo war bis zum Jahre 1986 ein eigenständiger Automobil-Hersteller. Mit dem Übergang in den Fiat-Konzern wurde Alfa Romeo neben Lancia zum Designer für die gehobenen Ansprüche der Käufer. Dank einer eigenständigen Designabteilung bringt Alfa immer wieder markante Fahrzeuge mit einem außergewöhnlichen Design auf den Markt. War zunächst Mailand der Firmensitz, befindet sich die heutige Alfa Romeo Automobiles S.p.A. in der italienischen Autometropole Turin. Alfa Romeo entstand bereits 1906 und war zunächst eine Niederlassung eines französischen Unternehmens. Drei Jahre nach Firmengründung übernahmen Investoren aus der Region die Aktienmehrheit und gründeten ein eigenes Automobilwerk mit eigenen Automobilen. Erster Konstrukteur Alfas wurde Giuseppe Merosi, der von Bianchi zu Alfa Romeo wechselte. Der Kurzname Alfa entsprang der Firmenbezeichnung Societá Anonima Lombardo Fabbrica Automobil. Nach dem zweiten Weltkrieg brachte Alfa mit den Modellen Giulietta und Giulia die ersten in Serie produzierten Fahrzeuge für den Alltagsgebrauch auf den Markt. Die Rennerfolge des Modells Giulia machten danach Alfa Romeo als Hersteller hochwertiger Sportwagen weltberühmt. Mit Rundum-Scheibenbremsen, einem Fünfgang-Getriebe und obenliegenden Nockenwellen wurde Alfa zum Vorreiter der gesamten Branche. Erst Jahre später zogen die Automobilhersteller, beispielsweise BMW, in ihren Entwicklungen nach und übernahmen die Innovationen aus dem Hause Alfa Romeo. In den 70er Jahren tat sich Alfa mit der Konstruktion des Alfasud keinen großen Gefallen. In Süditalien hergestellt, führte der Alfasud den Konzern in die tiefroten Zahlen. Er war nicht nur der erste Wagen der Italiener mit Frontantrieb, sondern war auch überaus anfällig für heftigsten Rostbefall. Die schlechten Erfahrungen mit dem Alfasud führten zu einer erheblichen Gefährdung der Existenz des Namens Alfa Romeo und die italienische Regierung sah sich zum Handeln gezwungen. Das seit 1933 verstaatlichte Unternehmen Alfa Romeo wurde in die Hände des privaten FIAT-Konzerns übergeben. Die schlimmsten Mängel der Alfas wurden zunächst mit Fiat-Teilen behoben und die Produktion und die Verwaltung wurden komplett nach Turin verlegt. Die Modellpalette wurde überarbeitet und mit dem Alfa Giulietta, dem Alfa 159, oder dem Alfa Spider konnte an die Erfolge früherer Zeiten angeknüpft werden. Der Spider wurde 2006 sogar als Cabriolet des Jahres ausgezeichnet. Das markanteste Erkennungszeichen der Fahrzeuge aus dem Hause Alfa Romeo ist das Wappen mit dem Logo der Stadt und des Herzogtums Mailand. Der extravagante Kühlergrill entstand bereits in den 30er Jahren und prägt bis heute das Erscheinungsbild von Alfa Romeo. Auch die Fangemeinde der Alfa Romeos führt eine eigene Bezeichnung. Angelehnt an den Ferrari-Fan, den Ferraristi, nennt sich der Alfa-Fan Alfista, in der Mehrzahl Alfisti.

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